Über uns

Wir befinden uns in den Gerstenberger Höfen im Zentrum der Stadt Frankfurt an der Oder.
Auf diesem Gelände wurde im Jahr 1895 die Möbelfabrik Mantz & Gerstenberger von Moritz Gerstenberger gegründet. Ein großer Teil der alten 4-geschossigen roten Klinkergebäude ist bis heute erhalten, ebenso der ehemalige Ausstellungspalast und das Wohnhaus mit der schönen Jungendstilfassade.

In einem alten Kesselhaus befindet sich heute das "Theater des Lachens", in dem ehemaligen Trafogebäude ist die typenoffene Autowerkstatt "Autodienst Schmidt" eingezogen, in einer landwirtschaftlichen Produktionshalle aus DDR-Zeiten hat sich "Wand & Boden" nieder gelassen, die Gronenfelder Werkstätten und der Bildungsträger DAA sind sowohl im Alten Konsument als auch in einem ehemaligen Produktionsgebäude angesiedelt.

Außerdem finden Sie hier das Schlemmer-Bistro mit der besten Currywurst der Gegend, wo man von Montag bis Freitag ab 8:00 Uhr Frühstück bekommt und später ein abwechslungsreiches Mittagessen nach Hausmannskost.
In den Wohngebäuden haben sich auch einige Studenten-WG eingerichtet.Und wer nur kurzfristig ein Büro oder Besprechungszimmer sucht, kann auf unsere Büros auf Zeit zurückgreifen.

Die Höfe werden privat von Maria Josephine Lucas, Tochter von Fritz Gerstenberger, ansässig in Schlangenbad bei Wiesbaden, verwaltet. Sie hat sich in den Gerstenberger Höfe ein Büro eingerichtet und wird tatkräftig von Margit Weichel unterstützt.

Die Rekonstruktion der alten Gebäude ist noch lange nicht abgeschlossen. Es werden auf diesem Gelände keine neuen Gebäude errichtet, sondern nur die alten vorhandenen Gebäude saniert. Leider waren einige der roten Klinkergebäude während der DDR-Zeit abgebrannt.

Wir sind bestrebt, den Flair der Alten Fabrik zu erhalten und trotzdem moderne Firmen anzusiedeln. Jede Art von Kunst und Kultur ist bei uns willkommen.


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Die Geschichte der Gerstenberger Höfe kurz und knapp:

1895 - Gründung der Firma Mantz & Gerstenberger zur maschinellen Herstellung von furnierten Kastenmöbeln. Zahl der Beschäftigten: 18
Einrichtung eines Warenhauses "Konsument" im Ausstellungspalast, Sitz des Konsum - Genossenschaftsverbandes und der Möbelwerke Frankfurt/O.

1897 - Errichtung eines neuen modernen Fabrikteils in der Ziegelstraße 20.
Zahl der Beschäftigten: 150

1903 - Neuanmietung von Nachbargrundstücken und Errichtung neuer Dampfmaschinen und Heizkessel.

1906/07 - Erwerb und Bebauung der Grundstücke Ziegelstraße 26 - 29 , ein Maschinenhaus, eine Holzbearbeitungshalle, zwei Trocknungsanlagen und mehrere Lagergebäude entstehen. Die Gesamtfläche beträgt nun schon 8700 qm.
Zahl der Beschäftigten: 1200
Export: weltweit

1911 - Eröffnung des Ausstellungspalastes.

1914 - Umstellung des Fabrikationswesens auf die Kriegswirtschaft, Einschränkung der Produktion und Umwandlung einiger Hallen zu einem Lazarett und einer Instandsetzungswerkstatt für Militärwagen, Herstellung von Artillerie- Schlitten.

1916 - Tod des Inhabers Moritz Gerstenberger in Russland, Einstellung der Produktion.

1918 - Wiederaufnahme der Produktion mit kleiner Belegschaft.

1922 - Zunächst erfolgreiche Aufnahme des Produktionszweiges "Grammophon- Gehäuse", Zahl der Beschäftigten: 900, doch Inflation und Devisenmarktsituation zwingen zum Abbau.

1923 - Mit Einführung der Rentenmark Wiederaufnahme der Produktion von furnierten Kastenmöbeln.
Zahl der Beschäftigten: 600

1953 - Um einer Verhaftung von Fritz Gerstenberger, Sohn des Gründers, zu entgehen muss die Familie die DDR verlassen.

1990 - Anmietung des Alten Konsuments durch die Wohnwelt- Möbel- GmbH.

1993 - Rückübertragung der Immobilie über Restitution an die Erbengemeinschaft Gerstenberger/Schellert, Auszahlung der Erbengemeinschaft durch Maria Josephine Lucas. Gründung der Firma BVM Bauteile Vertriebs und Montage GmbH, Beginn weitreichender Sanierungsarbeiten, Ansiedlung von Kultur, Gewerbe und sozialen Einrichtungen in den Gerstenberger Höpfen.

2000 - Gründung des Fördervereins- "Stadtinsel e.V.", Umbenennung des Zentrums von Kultur und Gewerbe in "Gerstenberger Höfe"

2014 - Renovierung des Geländes und diverser Wohnungen, neue Wandgemälde (sowohl große als auch kleine), für die Studenten wurde eine 13ner WG eingerichtet